Jahresbericht 2016

Gemeinsam haben wir 2016 viel bewirkt

Espoir darf auf ein weiteres, aus verschiedensten Gründen erfreuliches Berichtsjahr zurückschauen. Dabei denke ich weniger an das gute Geschäftsergebnis als an das Geleistete und Erreichte. Da gilt es vorab natürlich die hingebungsvolle tägliche Arbeit der Pflegeeltern und des Fachteams zu erwähnen, welche für das Wohl der betreuten und begleiteten Kinder nicht nur viel leisten, sondern auch viel bewirken. Sie tragen jahrein, jahraus wesentlich dazu bei, dass unser Auftrag gelingt, in jedem Einzelfall möglichst viel Nutzen und Wirkung zu erzielen. Dann sind da aber auch alle anderen Mitarbeitenden aus den Bereichen Personalwesen, Finanzen, Kommunikation, Administration, IT und last but not least die Geschäftsführung, welche sich nicht minder engagieren und dem Fachteam in vielen Dingen den Rücken freihalten.

Dank der Unterstützung unserer treuen Gönnerinnen und Gönner konnten wir auch das letzte Jahr sicherstellen, dass die Kinder von ergänzender Unterstützung profitieren konnten. Beispiele hierfür sind von der öffentlichen Hand nicht finanzierte, aber durchaus hilfreiche individuelle Fördermassnahmen und unsere Gruppenangebote wie MuKi-Woche oder Zirkuslager. Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern ganz herzlich, dass sie uns dies immer wieder ermöglichen.

Im aktuellen Jahr 2017 feiern wir unser 25-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum ist auch immer ein Anlass, sich mit den Entwicklungen in der eigenen Organisation, aber auch mit den Herausforderungen im Umfeld auseinanderzusetzen. Sowohl dieser Jahresbericht mit dem Schwerpunktthema «Entwicklung des Pflegekinderbereichs – eine Zeitreise» als auch der laufende Strategieprozess belegen, dass wir uns nicht erst im Jubiläumsjahr mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen. Es bestätigt und macht uns stolz, dass wir bereit und in der Lage sind, die Zukunft von Espoir aus eigenen Kräften proaktiv zu gestalten und zu sichern.

Die Strategie wird unter der Leitung des Vorstands und unter aktiver Einbindung aller Beteiligten erarbeitet. Je nach Thema nehmen Vertretungen von Vorstand, Geschäftsleitung, aus den Fachbereichen, von der Geschäftsstelle und/oder der Pflegeeltern an Sitzungen und Workshops teil. Im Berichtsjahr setzten wir uns intensiv mit unseren Werten, unserer Vision, den Chancen und Risiken im sich laufend verändernden Umfeld, aber auch den organisationsinternen Stärken und Schwächen auseinander. Dabei zeigte sich einmal mehr die grosse Motivation aller Beteiligten für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, aber auch für eine kritische Auseinandersetzung. Eine breit abgestützte Umfrage machte deutlich, dass bezüglich der zentralen gemeinsamen Werte, wie zum Beispiel des Kindesschutzes, grosse Einigkeit besteht. Die vertiefte Umfeldanalyse zeigte auf, dass die Arbeit von Espoir nicht nur durch gesellschaftliche und politische Veränderungen stark beeinflusst wird, sondern auch durch die stetig wachsende Konkurrenz und die steigenden Qualitätsansprüche der Auftraggebenden. Derzeit werden die bisher skizzierten strategischen Optionen vertieft geprüft und konkretisiert.

Der Vorstand von Espoir musste dieses Jahr leider sein Mitglied Jürg Streuli verabschieden, der aufgrund seiner beruflichen Auslastung zurückgetreten war. Umso mehr freuen wir uns, dass Martin Pünter unser Team seit der Mitgliederversammlung 2016 verstärkt. Ich danke den Pflegeeltern, den Fachteams, allen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle, der Geschäftsleitung und den Vorstandsmitgliedern für ihr erneut überragendes Engagement, ihre Begeisterung und Empathie und die stete, nicht selbstverständliche Entwicklungsbereitschaft. Mein Dank gilt aber auch unseren Auftraggebenden und allen Partnerinnen und Partnern, welche uns ihr Vertrauen schenken und konstruktiv mit uns zusammenarbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir auch im neuen Geschäftsjahr alle gemeinsam wieder viel Wirkung erzielen werden.

Manuela Raas Müller
Vorstandspräsidentin

m.raas@vereinespoir.ch