Bulletin 2018

Interkulturalität in der Familienarbeit

Die Begriffe Multi- oder Interkulturalität begegnen uns in unserer globalisierten Welt auf Schritt und Tritt. Doch was ist darunter zu verstehen und inwiefern beeinflussen sie unseren Alltag und unser Zusammenleben? Zu beiden Begriffen gibt es unzählige Definitionen, die je nach Betrachtungsweise und Kontext interpretiert werden können. Fest steht, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung und Herkunft eine grosse Bereitschaft zur gegenseitigen Offenheit voraussetzt. Dazu gehören auch ein respektvolles Aufeinanderzugehen und der Wille zum gegenseitigen Verständnis.

In unserem Arbeitsalltag, sowohl in der Familienbegleitung als auch bei der Begleitung von Kindern in Pflegefamilien, treffen wir häufig auf Situationen, die interkulturelle Kompetenz erfordern. Eine der ersten Aufgaben unserer Mitarbeitenden ist es, zu klären, ob wir mit den Familiensystemen überhaupt kommunizieren können und ob sie verstehen, warum sie diese ergänzenden Erziehungshilfen erhalten. Können wir uns mit den Familien mangels Sprachkenntnissen nicht verbal verständigen, sind wir auf vertrauensvolle Übersetzer/innen und Kulturvermittler/innen angewiesen. Gelingt es allen Beteiligten dank dieser Unterstützung, eine ähnliche Sichtweise auf die zu lösenden Problemen einzunehmen, kann ziel- und zukunftsorientiert im Sinne der Kinder gearbeitet werden.

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine möglichst angstfreie und vorbehaltlose der Begegnung von Kulturen zu einer enormen Bereicherung für alle führt und eine erfolgreiche Familienarbeit ermöglicht. Im vorliegenden Bulletin erfahren Sie, wie Fachpersonen diese Herausforderung angehen und wie sich die Kinder den Spagat zwischen der hiesigen und ihrer Herkunftskultur schaffen.

Lucia Schmid

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