Buchtipps

Pflegekinder und -familien

Pflege- und Adoptivkinder Schweiz (Hrsg.): Handbuch Pflegekinder. Aspekte und Perspektiven, 2016
Das Handbuch stellt aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis im Bereich Pflegekinder vor. Jeder Fachartikel behandelt vier Perspektiven: Jene des Pflegekindes, der Pflegeeltern, der eigentlichen Eltern beziehungsweise der Herkunftseltern und der Fachleute. In der ersten Hälfte des Buches werden Fragen zu allen vier Perspektiven beantwortet. Im zweiten Teil vertiefen die folgenden AutorInnen in Fachbeiträgen diverse Themen: Heidi Simoni, Yvonne Gassmann, Sandra Lippuner, Sabine Brunner, Klaus Wolf und Stefan Blum.

Wiemann, Irmela: Adoptiv- und Pflegekindern ein Zuhause geben. Informationen und Hilfen für Familien, Balance Buch + Medien, 4. Auflage 2014
Irmela Wiemann gilt als ausgewiesene Expertin in der Beratung von Pflege- und Adoptiveltern sowie den Herkunftsfamilien. Für diesen Ratgeber hat sie alles Wissenswerte für diese Familien und ihre (Wunsch-)Kinder zusammen getragen, um deren möglichst positive Entwicklung zu gewährleisten. Wie fängt man frühe seelische Verletzungen durch das Verlassenwerden auf? Wie fördert man Identitätsentwicklung? Wie gestaltet man Kontakte zur Herkunftsfamilie und Geschwisterbeziehungen? Einfühlsam und kenntnisreich gibt Irmela Wiemann Anregungen, welche inneren Haltungen und Konzepte die Familien entwickeln können, um diesen jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Frohofer, Franziska/Zatti, Barbara Kathrin: Vanessa. Pflegekinder in der Schweiz. Huber Verlag, 2008
Die beiden Autorinnen erzählen die Geschichte von Vanessa, einer jungen Frau, die ein typisches Pflegekinderschicksal erlebt.

Netz: Zeitschrift Pflege- Adoptivkinder Schweiz
Netz greift Themen aus dem Pflegekinderbereich auf, stellt Zusammenhänge im Pflegeverhältnis aus Sicht der Beteiligten dar und informiert über Veranstaltungen, neue Fachliteratur, Forschungsarbeiten und Projekte. Netz erscheint dreimal jährlich jeweils im April, August und November. Die Pflegeeltern von Espoir erhalten das Heft im Abonnement.

Biografiearbeit

Lattschar, Birgit/Wiemann, Irmela: Mädchen und Jungen entdecken ihre Geschichte. Grundlagen und Praxis der Biografiearbeit. Juventa, 5. Auflage 2017
Der Band vermittelt lebendig und umfassend die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Er bietet eine Fülle von Anregungen, Vorlagen und Übungen. Die praktische Ausgestaltung eines Lebensbuches wird ebenso vermittelt wie der Umgang mit sensiblen Informationen, mit Trauer und Verlust oder traumatischen Erfahrungen. Konkrete kindgerechte Formulierungsvorschläge für schwierige Themen, wie etwa psychische Erkrankung der Eltern, Gewalt oder Misshandlung in der Familie oder der Umgang mit fehlenden Informationen, geben hilfreiche Orientierungen. Berichte aus der Praxis runden den Band ab.

Traumatisierung

Krüger, Andreas: Erste Hilfe für traumatisierte Kinder. Patmos-Verlag. 7. Auflage 2017
Seelische Verletzungen müssen ebenso sorgfältig wie körperliche Wunden behandelt werden. Gerade bei Kindern ist das wichtig. Physische Gewalt jeder Art bis hin zu sexuellem Missbrauch, Unfälle oder der Verlust eines Angehörigen sind kaum zu verkraften und wirken häufig traumatisierend. Andreas Krüger beschreibt prägnant, was zu tun ist. Jeder Erwachsene kann Erste Hilfe leisten.

Nienstedt, Monika/Westermann, Arnim: Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen. Klett-Cotta. 5. Auflage 2017
Das Buch zeigt, dass die Trennung von den leiblichen Eltern und die Integration in eine Pflege- oder Adoptivfamilie häufig ein Erfolg versprechender Weg ist, misshandelten, vernachlässigten und traumatisierten Kindern wirksam zu helfen.

Bilderbücher für Kinder

Homeier, Schirin: Sonnige Traurigtage: Ein Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern. Mabuse Verlag, 6. Auflage 2017
In letzter Zeit ist mit Mama etwas anders: sie ist so kraftlos und niedergeschlagen. Auf diese «Traurigtage» reagiert Mona wie viele Kinder psychisch kranker Eltern: Sie unterdrückt Gefühle von Wut oder Traurigkeit, übernimmt immer mehr Verantwortung und sehnt sich nach glücklichen «Sonnigtage». Erst als sich Mona einer Bezugsperson anvertraut, erfährt sie, dass ihre Mutter unter einer psychischen Krankheit leidet und fachkundige Hilfe benötigt. Ab 8 Jahren.

Rohner, Viola/Gerritsen, Paula: Von Mimi zu Mama und wieder zurück. Atlantis, 2009
Natürlich hat Jan nur einmal Geburtstag. Aber weil er zwei Mütter hat, wird er zwei Mal gefeiert; einmal von Mimi, einmal von Mama. Jan wohnt bei Mimi, wenn es Mama nicht gut geht. An seinem Geburtstag aber kann er bei Mama sein und endlich wieder mit ihrem Hund Bruno herumtollen. Er vermisst Bruno, wann immer er bei Mimi wohnt. Der Stoffhund, den Mimi ihm geschenkt hat, ist eben doch etwas anderes. Am liebsten hätte er den echten Bruno ständig bei sich. Ab 5 Jahren.

Homeier, Schirin/Wiemann, Irmela. Herzwurzeln. Ein Kinderfachbuch für Pflege- und Adoptivkinder. Mabuse-Verlag, 2. Auflage 2016
Janniks Leben steht auf dem Kopf: Er lebt seit ein paar Wochen bei Pflegeeltern. Alles ist neu. Wieso kann er nicht einfach wieder bei seiner Mami wohnen, wie es sich gehört? Dann freundet er sich mit der gleichaltrigen Ayana an, die ein Adoptivkind aus Afrika ist. Sie ist bei ihren annehmenden Eltern glücklich und sehnt sich dennoch nach ihren „Afrikaeltern“. Beide Kinder sind auf der Suche nach ihren Wurzeln. Zusammen finden sie heraus: Kinder können neue Eltern sehr liebhaben und zugleich ihre leiblichen Eltern im Herzen tragen. Ab 5 Jahren.